GESUNDHEIT

ALLGEMEINE VORSORGE

Unsere Zuchttiere und Kastraten werden mindestens einmal jährlich zur Vorsorgeuntersuchung in der Tierarztpraxis vorgestellt. Wir behandeln unsere Tiere im Erkrankungsfall mit Homöopathie, solange dies vertretbar ist. Antibiotika kommen nur im Ernstfall zum Einsatz, und wir sind strikt gegen den präventiven Einsatz von Antibiotika in der Kittenaufzucht, wie dies zu unserem Entsetzen bei einigen Züchtern Praxis ist.

Es ist uns wichtig, alles für die Gesundheit unserer Katzen zu tun, damit auch der Nachwuchs gesund abgegeben werden kann. Babys aus unseren Würfen werden tierärztlich betreut, vor der Abgabe mindestens zwei Mal untersucht und mit einer tierärztlichen Bescheinigung abgegeben. Natürlich können wir damit nur den Zustand zum Zeitpunkt der Abgabe dokumentieren und können keine Garantien für lebenslange Gesundheit geben. Wir erwarten von den Käufern, dass sie für die Gesundheit des Tieres Sorge tragen, dass sie sich darüber informieren, welche Krankheiten bei Katzen auftreten können, und ggf. Vorsorge treffen bzw. sich darüber im Klaren sind, dass bei jedem Tier Krankheiten auftreten können, die auch wir nicht vorhersehen können.

INFEKTIONSERKRANKUNGEN UND IMPFUNGEN

Alle Zuchtkatzen testen wir auf die Infektionserkrankungen FIV (Katzenaids) und FeLV (Felines Leukämievirus). Unsere Cattery ist lt. Labortests frei von diesen Infektionserkrankungen. Routinemäßig wird bei diesem Test auch der FIP- bzw. Corona-Viren-Titer mitbestimmt. Bislang ist in unserer Cattery und bei unserem Nachwuchs glücklicherweise kein FIP-Fall aufgetreten.

Die Tiere unserer Cattery werden regelmäßig gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen geimpft. Auch unser Katzennachwuchs wird vor der Abgabe an die zukünftigen Besitzer bereits gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen grundimmunisiert. Diese Impfungen sind durch die neuen Besitzer in empfohlenem Abstand und in Absprache mit dem Tierarzt zu wiederholen. 

Insbesondere bei Tieren, die das Haus verlassen (Ausstellungen, Katzenpensionen u.a.), sollten Sie an zusätzliche Impfungen - wie Tollwut und Leukose - denken. Mit der Grundimmunisierung gegen andere Erkrankungen kann nach der Übernahme der Kätzchen im Alter von ca. 16 Wochen begonnen werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt und folgen Sie seinen Empfehlungen. 

ENTWURMUNGEN UND PARASITENBEKÄMPFUNG

Alle Katzen unserer Cattery werden von Zeit zu Zeit und nach Bedarf entwurmt. Auch die Katzenbabys sind bis zur Abgabe mehrfach (meist zwei bis drei Mal) entwurmt worden. Ratsam ist, auch von Tieren, die im Haus leben, in größeren Abständen eine Kotprobe abzugeben und ggf. eine Entwurmung durchzuführen. Insbesondere bei Tieren, die das Haus verlassen, ist die Entwurmung regelmäßig vorzunehmen und ein Mittel einzusetzen, das auch einem Bandwurmbefall vorbeugt.

Unsere Katzen sind frei von Parasiten, und nur im Ernstfall würden wir die gängigen Gegenmittel einsetzen, um unsere Tiere nicht unnötig zu belasten. Um das Haus frei von Pilzsporen, Bakterien und Viren zu halten, setzen wir ein Ozongerät der Firma Aerozon ein und halten insbesondere bei der Aufzucht der Kätzchen strenge Hygieneregeln aufrecht. In regelmäßigen Abständen führen wir routinemäßig eine Untersuchung durch, um beim Auszug von Kätzchen deren Pilzfreiheit garantieren zu können.

AUSSCHLUSS GENETISCHER ERKRANKUNGEN

Züchter sind per Tierschutzgesetz dazu verpflichtet, nur gesunde Katzen zu verpaaren, um zu garantieren, dass auch der Nachwuchs keine erwartbaren Behinderungen oder Erkrankungen entwickelt. Verpaaren sie kranke oder genetisch belastete Katzen, können sie nach dem Tierschutzgesetz zur Rechenschaft gezogen werden. Züchter unterliegen zudem einer gesetzlichen Gewährleistungspflicht von zwei Jahren. Entwickeln Kätzchen in diesem Zeitraum eine Erkrankung, deren genetische Ursache bekannt ist, und ist nachweisbar, dass ein Züchter wissentlich genetisch belastete Tiere verpaart oder seine Zuchttiere nicht entsprechend untersucht hat, kann er belangt werden und zu Minderung, Schadensersatz usw. verpflichtet werden.

Seriöse Maine-Coon-Züchter beteiligen sich nicht nur aus diesem Grund an den internationalen Programmen zur Gesunderhaltung der Rasse. Sie fertigen DNA-Profile für ihre Katzen an, stellen sie regelmäßig bei Kardiologen vor, um die gefürchtete, zum frühen Tod führende genetische HCM (Hypertrophe Kardiomyopathie) auszuschließen. Viele lassen auch die Hüften ihrer Maine Coons röntgen.

Unsere Zuchtkatzen werden im Rahmen der internationalen Gesundheitsprogramme für Maine Coons regelmäßig untersucht und nur verpaart, wenn ihre Ergebnisse im empfohlenen Bereich liegen. Dies bedeutet, dass wir Tiere, bevor sie in der Zucht eingesetzt werden, auf HCM und PKD untersuchen lassen. Zusätzlich führen wir ein komplettes DNA-Screening durch, um genetische Erkrankungen ausschließen zu können. 

HCM-Ultraschalluntersuchungen führen wir jährlich bis zweijährlich durch, auch nach dem Zuchteinsatz der Tiere. Hundertprozentige Garantien für lebenslange Gesundheit können wir dennoch nicht geben, doch wir garantieren Ihnen, dass wir kein Tier für die Zucht einsetzen werden, das zum Zeitpunkt der Verpaarung Anzeichen für eine HCM-Erkrankung aufweist.

Sämtliche Untersuchungsergebnisse aus dem HCM-Programm und DNA-Befunde veröffentlichen wir in der Maine-Coon-Datenbank, wo sie jederzeit eingesehen werden können. Auf unserer Website sind Ergebnisse und Gesundheitsstatus der einzelnen Katzen ebenfalls einzusehen.

Unterstützen Sie bitte keine Züchter, die ihre Kätzchen aufziehen, ohne die Eltern getestet und geschallt zu haben! Verlangen Sie schriftliche Belege für HCM-Untersuchungen und genetische Tests!

 ZAHN- UND ZAHNFLEISCHERKRANKUNGEN

Unsere Katzen sind bislang glücklicherweise frei von problematischen Zahnproblemen oder Zahnfleischentzündungen, unter denen viele Maine Coons leiden. Kontrollieren Sie dennoch regelmäßig das Mäulchen Ihres Tieres, besonders auch zu Zeiten des Zahnwechsels beim Jungtier. Sollte ein solches Problem bei ihrem Tier auftreten, suchen Sie bitte sofort einen Tierarzt auf.

Auch das Gebiss älterer Tiere muss regelmäßig untersucht werden. Oft genügt bei Problemen eine einfache Zahnsteinentfernung, möglicherweise wird aber auch eine Futterumstellung aufgrund einer Allergie notwendig. Man ist bislang nicht sicher, wodurch schwere, chronische Zahnfleischentzündungen entstehen. Viren stehen in Verdacht. Es könnte sich aber auch um eine Autoimmunerkrankung handeln. Da jedes Tier eine individuelle Veranlagung mitbringt, wird Ihr Tierarzt Ihnen hier sicherlich die richtige Antwort bieten können. Lassen Sie sich aber bitte nicht einreden, dass Maine Coons generell an Zahnfleischentzündungen leiden. Das ist nicht der Fall! Selbstverständlich wird in unsere Cattery auch das Zahnfleisch der Kätzchen vor der Abgabe kontrolliert und nicht mit Tieren gezüchtet, die an einer schweren Zahnfleischentzündung leiden.

ERNÄHRUNG

Mit Sicherheit ist an vielen Problemen, die heute in der Katzenhaltung auftreten, eine nicht katzengerechte Ernährung beteiligt. Viele Katzen vertragen Futter mit Weizen- und Sojabestandteilen nicht. Achten Sie daher darauf, hochwertiges Futter, ohne oder mit geringem Getreideanteil und ohne Zucker, zu geben.

Katzen benötigen Muskelfleisch, um gesund zu bleiben. Barfen ist nicht unbedingt notwendig und auch eventuell mit Gefahren verbunden, wenn man rohes Fleisch nicht richtig substituiert. Wir selbst sind aus hygienischen Gründen keine Barf-Anhänger und geben allenfalls ab und zu rohes Fleisch, legen jedoch großen Wert auf hohen Proteingehalt des Futters. Wir hoffen, dadurch zu Gesundheit und Zahngesundheit beizutragen. Unsere Katzen und Kätzchen erhalten diverse hochwertige Feuchtfuttersorten. Trockenfutter steht nicht zur freien Verfügung, wir geben davon täglich eine kleine Portion und beraten Käufer gerne bezüglich der zur Verfügung stehenden getreidefreien Sorten. Unsere Kätzchen bringen das gewohnte Futter in ihr neues Heim mit. Umstellungen sollten allmählich erfolgen. Gerne geben wir unsere Erfahrungen zur Fütterung weiter.

SONSTIGE ERKRANKUNGEN

Möglichen Infektionen durch Viren und Bakterien versuchen wir in unserer Cattery vorzubeugen. Keimfreiheit kann nie erreicht werden, jedoch glauben wir, durch Aufrechterhaltung der Harmonie in unserer Katzengruppe zur Stärkung des Immunsystems beizutragen.

Bitte informieren Sie sich über mögliche Erkrankungen von Katzen beim Tierarzt und in einschlägigen Veröffentlichungen (Büchern, Internet), aber lassen Sie sich nicht verrückt machen und holen Sie im Ernstfall gern auch mehrere (sachlich fundierte) Meinungen und Ansichten ein. Hauptansprechpartner im Erkrankungsfall sollten Ihr Tierarzt und Ihr Züchter sein, nicht das Internet-Chatforum. Bleiben Sie wachsam! Denn vor allem in Internetchats kursieren die unterschiedlichsten und teils auch falsche Informationen. Seien Sie vor allem misstrauisch gegenüber Behauptungen, die nicht begründet werden können und die pauschal wiederholt und verbreitet werden! Ihr Tierarzt hat nicht umsonst jahrelang studiert und weiß mit Sicherheit mehr als jeder Laie!

LEBENSLANGE GARANTIE?

Immer häufiger erleben wir, dass Kittenkäufer eine hundertprozentige Sicherheit und lebenslange Garantie für die Gesundheit ihres künftigen Tieres erwarten und dafür möglichst wenig bezahlen möchten. Dies können wir in mehrfacher Hinsicht nicht nachvollziehen. Hinsichtlich der Gesundheitsvorsorge tun wir unser Bestes, doch ein Tier ist kein lebloser Gegenstand, sondern kann - wie jeder Mensch auch - erkranken. Bitte fragen Sie sich einmal, wie hoch die Erwartung an die lebenslange Gesundheit eines Kindes ist und ob man im Erkrankungsfall die Eltern ebenso haftbar machen möchte wie die Züchter von Rassekatzen. Wir tun unser Bestes, doch wir geben keine hundertprozentigen Garantien für lebenslange Gesundheit, und selbstverständlich sollten Sie nach der Übernahme, wie vertraglich vereinbart, die Kosten für mögliche Behandlungen Ihres Tieres tragen. Doch bleiben wir gerne Ihr Ansprechpartner. Wenden Sie sich jederzeit an uns, wenn Probleme auftreten. Sie helfen uns damit auch, unsere Zuchtrichtlinien zu überprüfen.

FRÜHKASTRATION

Viele Züchter kastrieren ihre Kitten sehr frühzeitig und noch vor der Abgabe, um Schwarzzuchten zu verhindern. Ein Kitten mit einer sehr guten Linie und Abstammung erhalten Sie in der Regel als Liebhaber nicht ohne die vollzogene Kastration.

Wir selbst halten dies unterschiedlich, legen die Vorgehensweise jeweils fest und verständigen uns mit Kittenkäufern vor der Abgabe entsprechend. Um ehrlich zu sein, halten wir von der Kastration im Alter von wenigen Wochen nicht viel und denken, dass auch eine Kastration im Alter von sechs bis acht Monaten noch eine frühe Kastration ist. Bei der Abgabe eines Geschwisterpärchens unterschiedlichen Geschlechts und in ähnlichen Fällen kann sie jedoch notwendig sein. Die letzte Entscheidung liegt immer bei uns.